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Der Marxhof ist ein reiner Ackerbaubetrieb, bereits seit über 25 Jahre gibt es keine Tierhaltung mehr.

Bewirtschaftet werden zur Zeit ca. 130 Hektar, zum größten Teil gelegen rund um Unterhaching, jedoch teilweise auch in bis zu 30km Entfernung am Waldsanatorium Planegg...

Wenn Sie mehr über unsere Technik erfahren möchten, lesen Sie hier!

Anbauplan Ernte 2012

Frucht

Verwendung

Winterweizen

Ausgesät ist bei uns heuer auf 40ha die Sorte Pamier (A-Weizen, sog. Qualitätsweizen).

Die Einstufung der Sorten in die Qualitätsstufen (E,A, B, C) erfolgt anhand der erzielbaren Kornqualität und bezeichnet damit die Verwendbarkeit für die Backindustrie bzw. die Mühlen.Der Weizen wird nach Möglichkeit vollständig auf dem Betrieb eingelagert.

 

Sommergerste

Spricht man bei uns von Sommergerste, so meint man damit zumeist auch Braugerste. Durch entsprechende Sortenwahl und verhaltene Stickstoffdüngung wird eine Qualität erreicht, die das Gewinnen von Malz und damit die Bierherstellung möglich macht. Aus der verminderten Düngung resultieren natürlich auch geringere Erträge, die enstsprechende Braugerstenpreisen notwendig machen. Die Sortenentscheidung liegt sehr stark an der Nachfrage der Mälzereien und wird oft erst einige Wochen vor der Saat entschieden. Der Braugerstenanbau hat in den vergangenen Jahren durch stark schwankende Preise sehr stark an Fläche verloren. Auf unserem Betrieb hat sie jedoch nach wie vor eine starke Stellung und hat uns auch dank guter Preise und guten Erträgen in den vergangenen Jahren nicht enttäuscht.

Zur Ernte 2012 werden wir ca. 40ha der Sorte Marthe im Anbau haben.

 

Raps

Die Körner des Rapses werden zur Ölgewinnung genutzt. Bei einem Ertrag von 4 Tonnen/ Hektar und einem Ölgehalt von gut 40% im Korn lassen sich also von einem Hektar Raps etwa 1.600 Liter Rapsöl gewinnen. Ob die Rapssaat (das geerntete Korn) später im Nahrungsmittelbereich oder im Energiesektor verarbeitet wird, macht für den Landwirt während dem Anbau der Kultur keinen Unterschied.Durch die verstärkte Nachfrage nach Rapsöl und Biodiesel bzw. den beschlossenen Beimischzwang von Biodiesel zu fossilem Diesel hat sich die Verarbeitung von Raps jedoch zu einem wichtigen Industriezweig entwickelt. Für den Landwirt hat der Raps wegen der hohen Nachfrage deshalb heute wieder einen hohen Stellenwert - sowohl als wirtschaftlich interessante Frucht, wie auch als gesunden Baustein in einer für den Boden ausgewogenen Fruchtfolge. Angebaut ist bei uns heuer die Sorte Visby.

 

Körnermais

In unserer Gegend dominierte lange Zeit der Anbau von Silomais. Hierbei wurde die Pflanze als Ganzes gehäckselt und durch Silage konserviert. Mit dem starken Rückgang der Tierhaltung wurde jedoch zunehmend Körnermais angebaut. Bei diesem Verfahren werden mit dem Mähdrescher nur die Körner geerntet, die Restpflanze verbleibt gehäckselt auf dem Feld und gibt dem Boden organische Substanz zurück. Das Maiskorn ist sehr energiereich und wird deshalb gerne als Kraftfutterkomponente in der Tierfütterung eingesetzt. In den letzten Jahren bekommen die Biogasanlagen auch in unserer Region einen hohen Stellenwert, bzw. sie haben einen immens hohen Bedarf an organischem Rohstoff zur Vergärung und Stromproduktion. Aus diesem Grund wird in letzter Zeit wieder mehr Mais gehäckselt und siliert. dadurch entstand ein deutlicher Wettbewerb um die Flächen, da nach wie vor auch der Körnermais gefragt ist. Auch heuer haben wir deshalb gut 20ha Körnermais im Anbau.

 

Kartoffeln

Der Münchner Raum ist trotz seiner vielen Steine seit etwa 200 Jahren Kartoffelanbaugebiet für landwirtschaftliche Brennereien. Durch starke Kürzungen im Brennrecht wird jedoch in letzter Zeit vermehrt auf das Brennen von Getreide (v.a. Triticale) übergegangen. Nach der Auflösung der Brennereigenossenschaft Perlach im Jahr 2002 fiel jedoch für unseren Betrieb der gesamte Komplex Brennerei weg. Aus diesem Grunde bauen wir Kartoffeln nur noch auf einer kleineren Fläche und für Speisezwecke an - wir setzen in der Hauptsache auf die Sorte Marabel. Diese werden auf dem Hof eingekellert und dienen der Versorgung der ordenseigenen Einrichtungen. Wer auch Kartoffeln von Unterhachinger Flur speisen will: Wir verkaufen unsere Klosterkartoffeln auch aus unserer Verkaufskiste.