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Tanne

Für den Laien ohne große Aussage, für uns Waldbauern jedoch eine höchst erfreuliche Entdeckung: Tannen-Naturverjüngung auf einer Waldfläche der Kooperation in Taufkirchen.

Der Klimawandel macht sich bei den Wäldern bereits jetzt deutlich bemerkbar: Die langen Hitze- und Trockenheitsperioden machen den Bäumen zu schaffen, hinzu kommen immer häufiger Sturm- oder andere Kalamitätsereignisse, welche geschwächte Bestände hinterlassen und dem Borkenkäfer beste Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Der Waldumbau ist in aller Munde, insbesondere bei unseren Fichten-dominierten Beständen scheint großer Handlungsbedarf.... aber ganz so einfach ist es leider nicht. Nicht im Bestand vorhandene Baumarten müssen erst gepflanzt werden, was insbesondere durch den Wildverbiss sehr hohe Aufwendungen für Schutzmaßnahmen (Zäune, Einzelschutz) erfordert und auch dann keine Gewähr gibt, dass diese kleinen Bäumchen den Standort auch vertragen und zu vitalen, starken Bäumen heranwachsen. Dankbarer ist es, wenn durch natürlichen Samenanflug kleine Keimlinge aufgehen und so die Akzeptanz des Standorts bereits bewiesen haben. Ist die Wilddichte zu hoch, erreichen die Sämlinge nicht einmal den auf dem Photo ersichtlichen Zustand, sondern werden vorher insbesondere vom Rehwild abgebissen. Die Tanne wird in unseren Gegenden als Zukunftsbaumart gehandelt, da sie stresstoleranter scheint und ähnliche Verwertungsmöglichkeiten wie die Fichte aufweist. Die Tanne ist allerdings durch das Wild auf zweierlei Weise gefährdet: Einmal durch den Verbiß, also das Abbeissen der Triebe. Und zum Anderen durch das sog. Verfegen, was das Scheuern des Rehbocks mit seinem Gehörn an der Rinde bezeichnet. Hierbei werden Duftstoffe freigesetzt, die dem Rehwild wohl angenehm erscheinen, allerdings geht der Baum durch die verletzte Rinde zugrunde. Unsere Tannen-Naturverjüngung verdanken wir einigen ca. 60 Jahre alten Bestandsbäumen, die hier versuchen ihren Fortbestand zu sichern. Wir müssen nun durch entsprechende Schutzmaßnahmen versuchen diesen Schatz zu bewahren, um möglichst viele dieser kleinen Bäumchen auch zu großen Bäumen heranwachsen zu lassen.

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