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Ein Hektar (ha)?
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Die heutzutage gebräuchliche Größenangabe für landwirtschaftliche Flächen. Umgerechnet 10.000 Quadratmeter oder
eine Fläche von 100 x 100 Meter. Der deutsche Durchschnittsbetrieb bewirtschaftet eine Fläche von ca. 25 Hektar.
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Eine Dezitonne (dt)?
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Die Ernteerträge landwirtschaftlicher Betriebe werden heute üblicherweise in dt/ ha angegeben. Eine Dezitonne
sind 100 kg, dies entspricht genau 2 Zentnern, weshalb man in Bayern auch “Doppelzentner” sagt. Größenordungsmäßig erntet man in unseren Breiten bei Raps und Körnererbsen etwa 40 dt/ ha, bei Braugerste
60 dt/ ha und bei Wintergerste und Winterweizen zwischen 70 und 90 dt/ ha.
Mittlerweile ist jedoch auch im landwirtschaftlichen Handel der Weltmarkt der eigentliche Platz
der Preisbildung, an den Warenterminbörsen werden die Waren gehandelt und Kurse gebildet. Die hier übliche Handelsgröße ist die Tonne (1000kg bzw. 10dt).
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Braugerste?
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Zur Bierherstellung benötigt man Hopfen, Wasser und....Malz! Malz wird aus Getreide gewonnen, indem dieses
durch Wasserzugabe zur Quellung gebracht wird und hierbei die im Korn vorhandenen Stärke in die verschiedenen Zucker umgebaut wird. Neben Gerste kann man auch Weizen für Brauzwecke nutzen, sonst müßten
wir auf das gute Weißbier verzichten! Bestände von Braugetreide muß man sehr sparsam düngen, um nicht über zu hohe Eiweißgehalte die Malzeigenschaften zu zerstören.
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Nachwachsende Rohstoffe - NawaRos?
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Wegen der kontinuierlichen Ölpreissteigerungen werden verstärkt Anstrengungen unternommen, nachwachsende
Feldfrüchte als Rohstoff für die Energiegewinnung zu nutzen. Es sind dies z.B.:
- Weizen und Mais für die Bioethanolgewinnung (Beimischung zu Benzin)
- Mais/ Gras/ Getreide als Rohstoff für Biogasanlagen (Strom- und Wärmegewinnung)
- Hackschnitzel für Heizwerke
- Raps zur Rapsöl- und anschließenden Biodieselproduktion
Generell ist es so, dass die auf dem Acker angebauten Feldfrüchte sowohl für den
Nahrungsmittelsektor zu nutzen sind, wie aber auch für den Energiebereich. Die Entscheidung zwischen beiden Bereichen trifft letztendlich der Abnehmer, für den Landwirt ist im Endeffekt die Bezahlung der
ausschlaggebende Punkt für die spätere Verwertung.
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Biodiesel?
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Wer heute an der Tankstelle Biodiesel tankt nutzt regenerative Energie aus in Deutschland angebautem
Raps.Rapsöl selber kann von normalen Dieselmotoren nicht verbrannt werden, aus diesem Grunde wird das Rapsöl durch einen chemischen Prozess (Umesterung) in eine Form gebracht, wie sie in jedem
Dieselmotor problemlos eingesetzt werden kann. Die korrekte Bezeichnung für diesen Treibstoff lautet Rapsmethylester (RME).
Als kleine Denkanregung: Bei maximal möglicher Rapsanbaufläche in Deutschland (20% von 12 Mio ha) könnten gerade einmal 4% des deutschen Dieselverbrauchs durch RME substituiert werden. Ohne Frage ein recht kleiner - aber dennoch wichtiger Schritt! Zumindest ein Vorgeschmack auf den irgendwann eintretenden Fall der Erschöpfung fossiler Treibstoffe.
Ein weiterer Punkt: Vielfach wird in der Presse von der Gefahr von Monokulturen gesprochen.
Monokultur bedeutet richtig, dass auf ein und demselben Feld über Jahre hinweg die gleiche Frucht angebaut wird. Praktisch keine Kultur (außer Mais) ist jedoch über Jahre selbstverträglich, bzw. reagiert
nicht durch deutliche Ertragsabfälle durch fortlaufenden Anbau auf der gleichen Fläche. Aus diesem Grund bleibt dem Landwirt schon nichts anderes übrig, als eine wohlüberlegte Fruchtfolge auf seinen
Felder zu praktizieren. Raps beispielsweise kann man nur alle 4 Jahre auf dem gleichen Feld anbauen, also mit maximal 25% Anteil an der Fruchtfolge.
Was mit Sicherheit richtig ist, dass sich in den letzten Jahrzehnten die Vielfalt der
Feldfrüchte pro Betrieb deutlich verringert hat, sich die Größe der Felder tendenziell vergrößert hat und so z.B. gerade die leuchtend gelben Rapsfelder wesentlich stärker ins Auge fallen.
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Biogasanlage?
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Bei der Vergärung organischer Substanz entsteht unter anderem Methangas. Biogasanlagen sind im Prinzip große
Güllebehälter, in denen neben der Gülle verschiedenste andere organische Stoffe wie Maissilage, Garssilage, Körnermais, Getreideschrot, Fette etc. vergoren werden. Das entstehende Gas treibt einen Motor
an, dieser Motor wiederum einen Generator, welcher Strom produziert und in das öffentliche Netz einspeist. Die durch den Motor entstehende Abwärme (immerhin etwa 2/3 der entstehenden Energie) kann und
sollte zum Betrieb eines Wärmenetzes genutz werden. Nach der Vergärung bleibt eine nährstoffreiche Flüssigkeit, welche analog der Gülle auf den Feldern als Dünger ausgebracht wird.
Die Problematik dieser Anlagen besteht vielfach darin, dass die reichlich vorhandene Wärme nicht
genutzt werden kann. Aus diesem Grund geht heute die Entwicklungstendenz dahin, das entstehende Gas aufzubereiten und ohne Strom- oder Wärmeproduktion direkt in das öffentliche Gasnetz einzuspeisen.
Biogasanlagen bieten unter den vielen regenerativen Energiequellen den entscheidenden Vorteil,
dass sie den Strom bzw. das Gas kontinuierlich 24h am Tag produzieren und nicht von der Witterung - Wind oder Sonne - abhängig sind.
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