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Schlagwörter - Moderne Landwirtschaft in der Diskussion
Massenproduktion:
Jeder Landwirt würde natürlich gerne mit seiner bestehenden Hofgröße weiterwirtschaften, würde
er davon auch in Zukunft leben können. Doch genau wie in allen anderen Bereichen der Wirtschaft ist er an allen Ecken mit Preissteigerungen konfrontiert, denen in der Landwirtschaft auch noch über Jahrzehnte
sinkende Verkaufspreise für die Erzeugnisse gegenüberstanden. Ohne ein Wachsen und damit das Verteilen der Fixkosten auf mehrere Kostenträger ist ein Fortbestand des Betriebes nicht möglich.
Dies bedeutet jedoch in keinster Weise eine sinkende Qualität.Denken Sie hierbei
z.B. an das Getreide: Früher wurde das Getreide vielfach direkt vom Mähdrescher auf den Getreideboden eingelagert. Ungereinigt und ohne Belüftungsmöglichkeit. Heute sind für größere Betriebe Getreidesilos für die
Lagerung wirtschaftlich. Nach einer Reinigung des Getreides von Unkrautsamen und Spelzen durch Luft- oder Siebreinigungen gelangen die Körner in die Silos. Hier kann durch Belüftung stets ein gesundes Klima
aufrechterhalten werden. Meßeinrichtungen geben Auskunft über die Temperatur im Silo und warnen damit vor Erhitzungen und Qualitätsverlust.
Auch wird seit einiger Zeit eine angeregte Diskussion über die Thematik konventioneller kontra ökologischer Landbau geführt..”
Daß auch eine konventionelle Bewirtschaftung - welche übrigens 95% der deutschen Betriebe
praktizieren - durchaus im Einklang mit der Natur steht, dies möchsten wir Ihnen nachfolgend am Beispiel des von uns praktizierten “integrierten” Landbaus zeigen:
- “Integriert” bedeutet, daß man alle natürlichen Einflussfaktoren nutzt, um einen
möglichst geringen Einsatz an Mineraldünger und Pflanzenschutzmitteln zu erreichen. Diese Faktoren sind u.a. Sortenwahl, Boden- und Witterungsverhältnisse, Vorfrucht und Fruchtfolgegestaltung. So baut man
beispielweise nach Raps als Vorfrucht optimalerweise Winterweizen an. Raps hinterläßt einen optimal durchwurzelten Boden sowie die im Stengel noch vorhandenen Nährstoffe. So spart man sich einen
Bodenbearbeitungsgang (Diesel!) sowie Mineraldünger im Weizen.
- “Schadschwellen” helfen dem Landwirt, Pflanzenschutzmittel
gezielt und mit optimaler Aufwandmenge einzusetzen. So wird der Unkrautbesatz auf einem Quadratmeter nach Menge und Arten ausgezählt. Erst ab einer bestimmten Menge ist eine Maßnahme für den Landwirt überhaupt
sinnvoll. Bedenken Sie: Jedes unnütz verspritzte Pflanzenschutzmittel kostet den Landwirt bares Geld - würden Sie ihr Geld so sinnlos einsetzen?
- Bodenuntersuchungen, welche in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden (und gemäß
Düngeverordnung werden müssen!) geben dem Landwirt Informationen über den Nährstoffgehalt seiner Böden, beispielsweise über Stickstoff, Kali und Phosphat. Für jede Feldkultur sind Zahlen über den Nährstoffentzug bei
entsprechenden Erträgen bekannt. So kann gezielt der “Fehlbetrag” aufgedüngt werden.
Bedenken Sie bitte auch:
Würde Deutschland komplett auf Öko-Landbau umgestellt, müßten wir einen Großteil unseres Nahrungsmittelbedarfs importieren. Unsere Ernährung wäre damit abhängig von anderen Staaten. Das kann nicht Ziel der Politik sein! Deshalb muß ein angemessenes Miteinander beider Bewirtschaftungsformen angestrebt werden. Der Boden ist nach wie vor die Grundlage unseres Wirtschaftens - schon aus eigenem Interesse ist er unser höchstes Gut und wird entsprechend behandelt!
Auch müssen Sie wissen:
Wie jeder Arbeitnehmer muß auch der Landwirt das Geld verdienen, von dem er sich und seine Familie ernährt. Ist nun die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Produkten so stark, daß sich dies trotz größerer Mengen in höheren Preisen niederschlägt, so ist mit Sicherheit ein Großteil der Betrieb bereit, diesen Schritt zu tun. Zur Zeit ist es jedoch leider so, daß bei den Lebensmitteln meistens der Preis das ausschlaggebende Kaufkriterium ist, die von den Lebensmittelketten diktierten Preise absolut am Boden sind und nur dem Landwirt mit niedrigsten Produktionskosten noch ein Auskommen bieten.
Haben Sie weitere Fragen
? Wenden Sie sich an uns - wir freuen uns, wenn wir zur Diskussion anregen!
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